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NLP – Neuro-linguistische Prozessarbeit – ist ein Werkzeug oder eine Methode, um den Wunsch nach Veränderung
in reale Veränderungsschritte umzusetzen. NLP ist daher ziel - und ressourcenorientiert. Es hilft Ressourcen, die bereits vorhanden sind, wieder zu aktivieren und unterstützt die
Erweiterung der Wahlmöglichkeiten, d.h. die Flexibilisierung des Denkens, Handelns und Fühlens. Entstanden ist dieses Werkzeug durch die Beobachtung verschiedener
erfolgreicher Therapeuten bei ihrer Arbeit und die daraus entwickelte Struktur oder die Quintessenz des Veränderungsmecha- nismus. ( Der Linguistikprofessor John Grinder und der
Mathematiker und Psychologe Richard Bandler beobachteten und analysierten die Therapeuten Fritz Perls – Gestalttherapie – Virginia Satir – Familientherapie, Milton H. Erickson –
Hypnotherapie und Gregory Bateson – Systemtherapie) Im NLP wird davon ausgegangen, daß Gefühle und die
daraus entstehenden Verhaltensweisenvon der jeweiligen individuellenWahrnehmung der Weltabhängig sind. Wahrnehmungen und ihre Interpretation
werden im Unbewußten des Menschen gespeichert. Diese Tatsache beinhal tet, daß wir als Individuum unbewußt die umfassende Wirklichkeit immer nur partiell wahr- nehmen und auch unbewußt auswählen, was
„wahr“ ist.
“Find yourself” Oswald Huber Unter Einbezug hypnotherapeutischer Methoden von Milton H. Erickson ist es möglich, die
Wahrnehmung zu erweitern und neue Standpunkte und Überzeugungen zur Problemsituation einzunehmen. Erkenntnisse über systemische Zusammenhänge in der Naturwissenschaft wie auch im Bereich der
humanistischen Psychologie werden im NLP eingesetzt, um die Methapher der inneren Teile und deren Fähigkeit miteinander zu kommunizieren, effektiv für Lösungsmodelle zu nutzen.
Grinder hat zusammen mit Bandler dasMetamodell der Spracheentwickelt und dementspre- chend durch eine inhaltlich-semantische Analyse festgestellt, daß Menschen ihr Modell der Welt über
Sprache ausdrücken. Aus den Ergebnissen ihrer Forschungen entwickelten Bandler und Grinder formale Kommunikationsmodelle, die sich auf alle Bereiche menschlicher Kommuni- kation
anwenden lassen. Besonders auch im Bereich derGeschäftswelt (Verkauf, Verhandlungen) des Rechts und der Erziehung.
Durch den individuellen Sprachgebrauch ist erkennbar, daß durch bestimmte Erfahrungen Teile der
Wirklichkeit durch Tilgungen, Verzerrungen und Generalisierungen ausgegrenzt werden und
Menschen somit Einschränkungen erfahren. Durch das Hervorheben der Tiefenstruktur der Sprache
ist es möglich, während der NLP-Veränderungsarbeit allein auf sprachlicher Ebene neue Erkennt- nisse über die eigene innere Landkarte der Welt und die damit verbundenen eingrenzenden
Überzeugungen zu erhalten. Sprache drückt aus, wie Menschen ihre Wirklichkeit wahrnehmen. Der Wahrnehmungsprozeß an
sich setzt sich aus Impulsen der Sinne sehen, hören, riechen, schmecken und fühlenzusammen. Die feinen subtilen Unterscheidungen (Submodalitäten)innerhalb der Sinnesmodalitäten sind entscheidend für die
Qualität jeder Erfahrung. Im Bereich der auditiven Submodalitäten zum Beispiel, ist es entscheidend, WIE ich höre - ist der Klang laut oder leise, hoch oder tief, deutlich
oder undeutlich, nah oder fern ......... Mit Hilfe der Submodalitäten kann während der Veränderungsarbeit beispielsweise ein nicht
gewünschter interner Zustand - wie die Intensität eines Gefühls - durch Imagination veränderter
Submodalitäten (ein helles vorgestelltes Bild wird imaginativ verdunkelt und verändert so seine Wirkung) verändert werden.
Eine Überzeugung oder ein Glaube repräsentiert sich im Innern des Menschen ebenfalls durch Sinneseindrücke. Bestimmte Bilder der Erinnerung, bestimmte Töne oder Gerüche hatten einst die
Überzeugung geprägt, daß z.B. ein Sonnenaufgang wunderschön erlebt wird. Die Schönheit eines
Sonnenaufgangs ist eine Bewertung, somit glaube ich, daß Sonnenaufgänge immer (generlisiert) schön sein werden.
Andererseits kann eine negative Erfahrung mit einem Hund (bellen, Zähne fletschen) durch die eingeprägte Erinnerung Angst produzieren und die Überzeugung bilden, daß Hunde immer ge-
fährlich sein werden. Selbst der “Verstand” eines Menschen hindert nicht an unwillkürlichen körperlichen Reaktionen, die vor der Gefährlichkeit einer Situation warnen.
Überzeugungen sind generalisierte Annahmen über die Wirklichkeit und können anhand von Submodalitäten analysiert und verändert werden.
“Neurolinguistisches Programmieren ist eine Disziplin, die sich mit der Struktur subjektiver
Erfahrung beschäftigt”. Damit beschreibt Grinder das wesentlichste Charakteristikum des NLP: die Abkehr von einer objektiven
Wissenschaft mit absolutem Wahrheitsanspruch zugun sten einer subjektiven Wissen schaft mit Nützlichkeitsanspruch in Bezug auf die menschliche Psyche.
Es handelt sich beim NLP im Grunde genommen um Methoden, mit denen Menschen lernen, wie sie ihr eigenes Gehirn nutzen können. Einige Grundannahmen des NLP
>>> Die inneren Vorstellungen zeigen sich immer in äußerem Verhalten, vor allem nonverbal.>>> Die Bedeutung im NLP liegt in der verbalen
und nonverbalen Kommunikation. >>> Es gibt kein Versagen, es gibt nur Feedback.
>>> Hinter jedem noch so problematischen Verhalten steckt eine positive Absicht >>> Jedes Verhalten ist in einem bestimmten Kontext eine Fähigkeit.
>>>
Die Landkarte ist nicht das Gebiet. Das Verhalten eines Menschen richtet sich nach sei-
>>> nem (internen) Modell der Welt und nicht danach, wie die Welt “da draußen” wirklich ist.
>>> Es gibt keine “richtigen” oder “falschen” Modelle der Welt, sonder lediglich solche, die
>>> hilfreich oder nützlich sind, oder weniger hilfreich sind, unser Leben auf die Art und Weise zu >>> gestalten, wie wir es uns erhoffen.
>>> Menschen treffen stets die beste ihnen zur Verfügung stehende Wahl. Wenn sie (bewußt oder
>>> unbewußt) eine bessere Möglichkeit erkennen, werden sie diese auch nutzen.
>>> “Widerstand” in der Therapie ist eine Aussage über den Berater, nicht über den Klienten. Diese Grundannahmen sind nicht unbedingt wahr oder immer gültig. NLP sagt nur, daß es nützlich
sein kann, sich so zu verhalten, als ob sie wahr wären. Sie haben sich in Therapie, Erziehung und generell im Kommunikationssektor als hilfreich erwiesen. |