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Therapie
Der Begriff “Therapie” setzt im allgemeinen Sprachgebrauch voraus, dass ein kranker Mensch zur Gesundung eine Therapie oder Behandlung
braucht. Therapeutische Methoden werden sowohl im medizinischen, wie auch im psychologischen Bereich angewendet.
Im Bereich der menschlichen Psyche fällt es schwer, eine genaue Definition
von Krankheit bzw. Gesundheit festzulegen. Die Grenzen sind fließend und die entscheidende Frage ist, WER diese Definitionen festlegt. Ein Mensch kann sich krank fühlen, obwohl er aus medizinischer Sicht gesund ist. Ebenso ist der umgekehrte Fall möglich. WER setzt die Maßstäbe und für WEN werden sie gesetzt?
“Find yourself†v. Oswald Huber
Selbst die diagnostischen Leitlinien der internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD)
sind ständig im Wandel und entfernen sich immer mehr von begrifflichen Festschreibungen. Um den problematischen Gebrauch von Begriffen “Krankheit” oder “Erkrankung” weitgehend zu vermeiden,
wird nun der Begriff “Störung” (disorder) in der gesamten Klassifikation verwendet. (ICD-10) Die Verwendung des Begriffes “Störung” soll einen klinisch erkennbaren Komplex von Symptomen oder
Verhaltensauffälligkeiten anzeigen, die immer auf der individuellen und oft auch auf der Gruppen- oder sozialen Ebene mit Belastung und Beeinträchtigung von Funktionen verbunden sind.
Ein Psychotherapeut ist lt. Definition des neuen Psychotherapeutengesetzes eine Person, die eine
Ausbildung in einem anerkannten Therapieverfahren nachweisen kann. Das bedeutet, dass nach langjährigen politischen Diskussionen genau festgelegt ist, welche Therapieverfahren in einer
psychotherapeutischen Behandlung von den Kassen bezahlt werden.
Fachliche Fragestellungen über die Wirksamkeit der unterschiedlichen Therapiemethoden bzw. Klarheit über einzelne Wirkfaktoren in der Therapie sind hiermit jedoch nicht zufriedenstellend
beantwortet.
Die Verhaltenstherapie ist eine der anerkannten Therapiemethoden.
Schwerpunkt der Verhaltenstherapie ist die Focussierung auf gegenwärtige Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten. Dabei steht die Frage nach dem Ziel der therapeutischen Arbeit im
Vordergrund. Nicht die Vergangenheit ist ausschlaggebend, sondern die Problemanalyse und das Erkennen der Funktion eines Symtoms oder einer Verhaltensauffälligkeit.
Bei der Auswahl ihrer therapeutischen Ausbildung war der Autorin dieser Ansatzpunkt entscheidend
wichtig. Dabei wird dem Leser dieser Seite gleichzeitig auch deutlich, dssŸ es nicht eine Frage der absoluten Wahrheit sein kann, für welche Methode sich ein Therapeut entscheidet, sondern eine
Frage der individuellen Überzeugung, bzw. der Sicht der Welt (Landkarte der Wirklichkeit) Maßgebend bei der derzeitigen Favorisierung der kognitiven Verhaltenstherapie war die
Überzeugung, dass es keine absolute Wirklichkeit im Sinne des Konstruktivismus gibt.
Obwohl in der Verhaltenstherapie zwischen “in sensu” (in der Vorstellung) und “in vivo” (körperlich
erlebt) unterschieden wird, fiel der Autorin auf, dass nicht alle Repräsentationssysteme (5 Sinne) , durch die Menschen ihre Wirklichkeit wahrnehmen, methodisch in diese Therapieform einbezogen
wurden. Im Vergleich dazu entwickelten Bandler und Grinder Möglichkeiten Wahrnehmungen externer, sowie interner Informationen durch Submodalitäten differenzierter zu beschreiben und diese auch zu verändern.
Gleichzeitig fehlte ihr die Möglichkeit, das Erleben einer Person so differenziert nachvoll- ziehen zu
können, dass sie die individuelle Strategie der Problemerzeugung hätte erkennen können. Die Frage nach dem “wie genau” macht es erst möglich, neue Verhaltensmuster an Stelle der unwirksamen alten
Verhaltensweisen zu setzen.
Die Werkzeuge der Verhaltenstherapie sind bereits aus gezeichnet, um neues Verhalten ein- zuüben. Hinzukommen könnten weiterhin aus den Modellen der Veränderungsarbeit im NLP
Methodender Glaubenssatzveränderung, die widerum durch Techniken der Wahrnehmungs- und damit Erlebensveränderung (basierend auf den Submodalitäten) neue Überzeugungen möglich
machen.
Neue Verhaltensstrategien sind nur solange wirksam, wie sie nicht die individuellen Überzeu-
gungen oder gar die Identität einer Person verletzen.
Therapeutische Methoden zur effektiven Veränderung auf diesen Ebenen der Persönlichkeit
entdeckte die Autorin erst im Neuro-Linguistischen Programmieren.
Alles überragend ist jedoch bezüglich der Wirkfaktoren von Veränderung des Verhaltens die
Authenzität und Integrität des Therapeuten und die therapeutische Beziehung.
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